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Besuche von Mr. Foodoso bei Osteria Bonelli

2 Besuche · von Dezember 2023 bis April 2026

April 20264 PersonenAusgabe: 122 €Bewertung des Lokals:Das Beste vom Besten
Carbonara
8.0/10Foodoso 836
Gricia Pasta
9.0/10Foodoso 888
Zucchiniblüten nach römischer Art
10.0/10Foodoso 980

Bonelli. Einer dieser Orte, zu denen man zurückkehrt, weil man bereits weiß, dass man nicht enttäuscht wird.

Letzten Sonntag zu viert, Reservierung gemacht (bei Bonelli kommt man nicht einfach so rein), und los geht's.

Die Vorspeisen. Die Zucchiniblüten waren außergewöhnlich, wirklich — groß, ordentlich gefüllt mit Sardellen und Mozzarella, gut frittiert. Die bestellt man gleich nochmal, ohne nachzudenken. Die Supplì Cacio e Pepe und die Nervetti dagegen, naja, durchschnittlich. Nichts zum Beschweren, aber auch nichts zum Begeistern.

Bei den Primi aber knallt Bonelli richtig. Die Gricia: ausgezeichnet. Das Guanciale ist nicht knusprig, es ist ihre Klassiker-Art, weich, von guter Qualität — nicht für jeden, aber mir gefällt es so. Ein paar kleine Schwankungen bei der Konsistenz der Pasta, aber die Sauce aus Schmalz und Pecorino war auf den Punkt gebracht, die richtige Menge, die richtige Garung. Die Carbonara macht sich auch prima: cremig seidig wie es sein soll, würzig, mit Pfeffer, wie es sich gehört. Es ist nicht die Carbonara, die dich von deinem Stuhl hochreißt, aber sie ist solide, ehrlich, römisch.

Und genau das ist der Punkt bei Bonelli. Es überrascht dich nicht, aber es enttäuscht dich nie. Es ist ein aufrichtiges Lokal, ohne Schnickschnack, das weiß, was es tut, und es gut macht. Für 31€ pro Person, um so zu essen, passt alles.

Gehen wir nochmal hin? Bereits reserviert.

Dezember 20232 PersonenAusgabe: 34 €Bewertung des Lokals:Großartiger Ort zum Essen
Carbonara
6.5/10Foodoso 605
Supplì
7.5/10Foodoso 728
Gricia Pasta
6.5/10Foodoso 622
Amatriciana
7.5/10Foodoso 788

Ich bin dort fast zufällig vorbeigekommen, um die Mittagszeit. Von außen keinerlei Anspruch, typische römische Trattoria im alten Stil.

Ich fange gleich mit der Gricia an, weil dieses Gericht mir die meisten Zweifel hinterlassen hat. Ja, sie ist gut. Nur dass sie für mich keine echte Gricia ist. Zu viel Pecorino, eine schöne dichte Creme, die alles überlagert. Es wird mehr zu einer Cacio e Guanciale, würzig ganz sicher, leicht zu essen, aber nicht das, was ich in einer Gricia suche. Der Pecorino sollte im Hintergrund stehen, hier dagegen beherrscht er alles. Und dann das Guanciale, mager, sehr mager, weder knusprig noch zart. Na ja, da habe ich die Nase gerümpft. Ich weiß, dass viele sie lieben, aber ich bin damit nicht warm geworden.

Der Supplì hat mir dagegen gefallen. Panade knusprig wie es sein soll, Ragù deutlich vorhanden, reichhaltig. Der Füllstoff leicht trocken und mit einem Hauch Pfeffer, den ich sonst nirgendwo gefunden habe. Nicht schlecht.

Tiramisu zum Abschluss: gut, aber mit ein paar Unebenheiten. Es gibt bittere Teile, knusprige Teile, alles in Ordnung. Nur war die Creme zu süß und das Gleichgewicht zwischen süß und bitter ein bisschen chaotisch. Man isst einen Löffel und schmeckt eine Sache, der nächste Löffel ist völlig anders.

Der Service ist das, was man erwartet: höflich aber ungeduldig, römische Art eben. Der Preis stimmt, 17 Euro pro Person für eine Trattoria wie diese.

Ich habe das unangenehme Gefühl, die falschen Gerichte bestellt zu haben. Als würde es anders laufen, wenn ich etwas anderes genommen hätte. Also ja, ich komme wieder, aber ich stelle die ganze Bestellung um.