Besuche von mr-foodoso bei Flavio Al Velavevodetto

2 Besuche · von Februar 2023 bis März 2026

März 20262 PersonenAusgabe: 55 €Bewertung des Lokals:Das Beste vom Besten
Cacio e Pepe Pasta
9.0/10Foodoso 912
Amatriciana
8.0/10Foodoso 830
Artischocke nach jüdischer Art
8.0/10Foodoso 812

Zweiter Besuch bei Flavio am Velavevodetto in Testaccio. Und das sagt bereits alles.

Beginnen wir mit den Tonnarelli Cacio e Pepe, denn es wäre ein Verbrechen, das nicht zu tun. Nahezu perfekt. Die Cremigkeit hatte die richtige Konsistenz, diese seidige Qualität, die entweder da ist oder nicht, und hier ist sie da. Vielleicht fehlt ein wenig Pfeffer, aber wir sind wirklich dabei, Haare zu spalten. Der einzige "Mangel" ist, dass der Teller reichlich gefüllt war. Na ja, Mangel.

Die Amatriciana — Rigatoni — ist eine andere Geschichte. Echt, ja, reichlich Sauce, aber nicht besonders ausdrucksvoll. Das Guanciale war von guter Qualität, und das glaube ich gerne, aber die Menge war begrenzt. Der Pecorino auch ein wenig zurückhaltend. Gut, aber es packt dich nicht bei der Kehle wie die Cacio e Pepe.

Die Antipasti: Puntarelle, knusprig und würzig, nichts zu sagen. Der Carciofo alla Giudia hingegen hatte ein ästhetisches Problem — die Blätter nicht ausreichend geöffnet, sah aus wie eine etwas welke Sonnenblume — aber geschmacklich stimmte es. Die Frittur leicht ölig, äußere Blätter knusprig, innen weich. Und dann waren es zwei, klein zwar aber zwei, während wir an anderen Tischen größere, aber einzelne Exemplare gesehen haben. Bestanden.

Ach, das Dessert — Mascarpone mit Schokolade, nennen wir es wie wir wollen, aber Tiramisu ist es nicht, und das stimmt so. Trotzdem ausgezeichnet.

Vierzehn Euro für die Primi. Für Rom, für diese Qualität, für diese ehrlichen und hundertprozentig nichttouristischen Orte — passt.

Man kommt gerne wieder. Reserviert.

Februar 20232 PersonenAusgabe: 52 €Bewertung des Lokals:Großartiger Ort zum Essen
Carbonara
7.5/10Foodoso 814

Wir sind ins Velavevodetto gegangen, nachdem wir jede Menge positive Bewertungen gelesen hatten. Testaccio, die richtige Gegend für echte römische Küche. Das Lokal ist wirklich schön, das muss man gleich sagen: überall wichtige Weinflaschen, Glasfenster mit Blick auf die Scherben des Monte dei Cocci. Die Atmosphäre stimmt.

Fangen wir mit der Carbonara an, die mich etwas enttäuscht hat. Sie haben Rigatone verwendet und meiner Meinung nach war das die falsche Wahl, mit Mezza Manica funktioniert es besser. Riesige Portion, Pasta schön al dente gekocht, aber genau da liegt das Problem: wo kein Guanciale ist, schmeckt es fast nach nichts. Wenn man sie zusammen erwischt, ist es eine ganz andere Geschichte, weil das grob geschnittene und knusprige Guanciale einfach umwerfend ist, innen zart und würzig. Die Creme hat eine gute Konsistenz, aber naja, das Gericht schwankt zwischen guten Bissen und mittelmäßigen Bissen.

Der Carciofo alla Giudia dagegen ausgezeichnet. Außen knusprig, innen zart, würzig wie es sein muss. Die Fettuccine mit Artischocken, Guanciale und Pecorino sind auch sehr gut.

Das Tiramisu war eine Überraschung. Kräftig, mit Stückchen dunkler Schokolade und Löffelbiskuit drin, süß aber nicht übertrieben. Perfekte Konsistenz, es belastet den Magen nicht.

Das Einzige, das mir nicht gefallen hat: der Service. Effizient ja, präzise auch, aber kalt. Für einen Ort, der so römisch ist, hätte ich mir mehr Wärme, mehr Gesprächigkeit erwartet. Stattdessen nichts.

Für 26€ pro Person würde ich sagen, okay – auch wenn für fünf Sterne diese Details fehlen. Die Carbonara muss nachgebessert werden und der Service aufgewärmt. Aber ich würde wiederkommen.